RWTH

RWTH Aachen – Institut für Hochspannungstechnik

Die RWTH Aachen gliedert sich heute in 9 Fakultäten mit insgesamt etwa 43.000 Studierenden und mehr als 500 Professoren. Das Institut für Hochspannungstechnik (IFHT) gehört zur Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und bearbeitet mit mehr als 60 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein breites Themenspektrum unterschiedlichster Forschungsfragen im Bereich der Energieversorgung. Die Forschungsschwerpunkte des IFHT spiegeln sich in den Abteilungen des Instituts wieder: Energiesystemtechnologien, Netzintegration und Stabilität und Nachhaltige Energiesysteme. Das Spektrum reicht von der Entwicklung neuartiger Systeme und Methoden bis zur Bewertung und Optimierung existierender Betriebsmittel, Energiesysteme und etablierter Techniken.

Aufgrund der engen Kooperation mit einer Reihe von weltweit tätigen Industriepartnern ist dabei jederzeit ein enger Bezug zur Praxis gewährleistet. Im Rahmen eines ersten Projektes wurde die Systemsicherheit von Energieversorgungsnetzen bei Einbindung von Informations- und Kommunikationstechnologien untersucht (SEnCom). Mit Hilfe eines entwickelten IKT-Demonstrators sind Bedrohungen durch IT-Angriffe auf die Netzbetriebsführung in der Verteilungsnetzebene analysiert worden. Weitere exemplarische Projekte in der Verteilungsnetzebene beschäftigen sich virtuellen & topologischen Kraftwerken sowie mit Schutz- und Regelungskonzepte von Inselnetzen (IREN2), Netzbetrieb (Designnetz), Netzzustandsbewertung (MAKSIM) und Elektromobilität (3connect).

Das „Zentrum für Netzintegration und Speichertechnologien“ der RWTH Aachen bietet eine Laborverteilnetz-Infrastruktur zur realitätsnahen und validen Untersuchung verschiedener Anwendungsszenarien in intelligenten Energieversorgungsnetzen. Die energietechnischen Kernkomponenten sind hierbei ein 10 kV Mittelspannungsring, welcher intelligente Ortsnetzstationen speist. Auf Niederspannungsseite ermöglicht ein flexibel schaltbares Kabelnetz den Aufbau verschiedenster Netzstrukturen. In Kombination mit steuerbaren Einspeise- und Verbrauchsanlagen sind somit unterschiedliche elektrische Belastungsszenarien abbildbar. Eine weitere Kernkomponente bildet ein Netzsimulator mit 90 kVA Dauerleistung, welcher mittels 4-Quadranten-Verstärkern die Erzeugung nahezu beliebiger Spannungsverläufe ermöglicht. Zur Netzbetriebsführung wird eine kommerzielle Leitwarte PSIcontrol eingesetzt. Das Labor wird bereits in einer Vielzahl von Projekten zur Validierung innovativer Betriebs- bzw. Spannungsregelungsstrategien in zukünftigen Verteilungsnetzen eingesetzt. Im Zuge des Projekts erfährt das Zentrum für Netzintegration der RWTH Aachen eine digitale Erweiterung zur praxisnahen Untersuchung des Zusammenspiels unterschiedlicher Energienetzakteure anhand realer Primär-, Sekundärtechnik und Informations- wie auch Kommunikationstechnik und dient der Validierung entwickelter Tools und Methoden.

Kontakt:

Philipp Linnartz

Telefon: +49 241 80-49370
E-Mail: linnartz@ifht.rwth-aachen.de